Erklärung der im Dashboard verwendeten Kennzahlen — keine Anlageberatung.
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (Price/Earnings) setzt den Aktienkurs ins Verhältnis zum Gewinn je Aktie (EPS). Es zeigt, wie viele Jahres-Gewinne der Markt für die Aktie bezahlt.
Günstig ist ein KGV meist unter dem Branchendurchschnitt oder dem historischen Schnitt der Aktie; sehr hohe KGVs setzen starkes Wachstum voraus. Für Wachstumsaktien ist das KGV auf Basis des erwarteten Gewinns („KGV forward“) aussagekräftiger.
Im Dashboard unter „KGV (forward)“ und „KGV (trailing)“.
Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der prognostizierten Gewinne der nächsten 12 Monate statt des zurückliegenden Geschäftsjahres. Es bildet die künftige Ertragskraft ab und ist für Wachstumsunternehmen wie Alphabet aussagekräftiger als das rückwärtsgerichtete KGV.
Ein Forward-KGV im Bereich 20–25 gilt für Technologie-Konzerne als fair, darunter als günstig, darüber als Wachstumsprämie. Verlässlich nur, wenn die Analysten-Schätzungen plausibel sind.
Im Dashboard unter „KGV (forward)“ mit Schnell-Einordnung — Alphabet bei ~23,5.
Price/Earnings-to-Growth: Das KGV wird durch das erwartete Gewinnwachstum geteilt. Ein PEG von etwa 1 gilt als fair — die Bewertung passt dann zum Wachstum.
PEG unter 1 = relativ zum Wachstum günstig, über 2 = teuer. Unzuverlässig, wenn Gewinne durch Sondereffekte (z. B. Einmalgewinne) verzerrt sind.
Im Dashboard unter „PEG“ — bei Alphabet derzeit n/a, da Gewinne durch 98 Mrd. USD unrealisierte Investment-Gewinne verzerrt sind.
Operativer Cashflow abzüglich Investitionsausgaben (CAPEX). Der frei verfügbare Barmittelüberschuss steht für Dividenden, Aktienrückkäufe, Schuldentilgung und Neuinvestitionen zur Verfügung.
Anhaltend positiver FCF bedeutet finanzielle Flexibilität. Ein negativer FCF wegen hoher Investitionen kann bei stark wachsenden Firmen verkraftbar sein, wenn die Investitionen Rendite abwerfen.
Im Dashboard unter „Free Cashflow“ (TTM- und Quartalsbetrachtung).
Eigenkapital geteilt durch Gesamtkapital. Sie zeigt, welcher Anteil der Bilanz mit eigenen Mitteln finanziert ist.
Eine hohe Quote bedeutet geringe Abhängigkeit von Gläubigern und Robustheit gegen Zins- und Konjunkturschocks. Sehr niedrige Quoten erhöhen das Insolvenzrisiko in Krisen.
Im Dashboard verwandt mit dem „Verschuldungsgrad (D/E)“.
Debt-to-Equity: Fremdkapital (Verbindlichkeiten) im Verhältnis zum Eigenkapital. Ein Wert unter 1 bedeutet mehr Eigen- als Fremdkapital.
Niedriges D/E (unter ~0,5) = konservativ finanziert, wenig Zinsrisiko. Hohes D/E = ggf. günstigere Kapitalstruktur, aber höhere Verletzlichkeit bei steigenden Zinsen.
Im Dashboard unter „Verschuldungsgrad (D/E)“ — Alphabet bei 18,9%.
Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization). Nähert die operative Ertragskraft an — unabhängig von Kapitalstruktur und Abschreibungspolitik.
Gut zum Vergleich von Unternehmen derselben Branche. Blendet aber realen Kapitalbedarf (CAPEX) und Steuern aus — daher immer zusammen mit dem Free Cashflow betrachten.
Betriebsergebnis (Operating Income) geteilt durch den Umsatz. Sie zeigt, wie viel vom Umsatz im Kerngeschäft als Gewinn übrig bleibt.
Eine steigende Marge deutet auf Preissetzungsmacht oder Skaleneffekte. Margen sind nur innerhalb einer Branche sinnvoll vergleichbar.
Im Dashboard unter „Fundamentaldaten“ und im Investment-Urteil — Alphabet bei 34%.
Kurs-Buchwert-Verhältnis: Marktwert der Aktie im Verhältnis zum bilanziellen Eigenkapital je Aktie.
Ein KBV unter 1 bedeutet einen Kurs unter dem bilanziellen Eigenkapital (typisch bei Banken und Value-Titeln). Für Technologieunternehmen ist die Bilanz selten der entscheidende Werttreiber — das KBV dort also wenig aussagekräftig.
Kurs-Umsatz-Verhältnis: Marktkapitalisierung geteilt durch den Umsatz. Bewertet den Kurs relativ zum Umsatz — nützlich bei Firmen mit (noch) geringem oder schwankendem Gewinn.
Ein hohes KUV bedeutet, dass der Markt starkes Umsatzwachstum oder hohe Margen erwartet. Für margenstarke Firmen ist das KUV meist höher — nur relativ zur Branche interpretieren.
Im Dashboard unter „KUV“ — SpaceX (SPCX) bei ~46 (23 Mrd. USD Umsatz), sehr hoch, aber bei >90% Umsatzwachstum vertretbar.
Investitionsausgaben eines Unternehmens in langfristige Sachanlagen (z. B. Kauf von Servern, Rechenzentren, Gebäuden). Bei KI-Konzernen wie Alphabet kritisch zur Bewertung der Infrastruktur-Investitionen.
Hohe CAPEX signalisieren Skalierung und Wachstumsambition, belasten aber den Free Cashflow. Entscheidend ist der ROI: Wandeln sich die Investitionen in Umsatz und Marge?
Im Dashboard unter „Free Cashflow“ und im Q2-Bericht — Alphabet plant ~119 Mrd. USD Jahres-CAPEX für KI-Infrastruktur.
Anzahl der in einem bestimmten Zeitraum gehandelten Aktien. Hohes Volumen bestätigt Kursbewegungen; niedriges Volumen macht sie anfälliger für Manipulation.
Ein plötzlicher Volumensprung bei Richtungswechsel kann auf Kapitalflüsse institutioneller Anleger hindeuten. Ohne Kursbewegung ist hohes Volumen neutral.
Im Dashboard unter „Volumen“ mit Live-Wert — z. B. 16,9 Mio. Stück an einem Handelstag.
Gesamter Börsenwert eines Unternehmens (Aktienanzahl × aktueller Aktienkurs). Zeigt die Unternehmensgröße und damit die Gewichtung im Markt.
Mega-Cap (>200 Mrd. USD, hohe Stabilität und Liquidität), Large-Cap (10–200 Mrd.), Mid-Cap (2–10 Mrd.), Small-Cap (<2 Mrd., höhere Volatilität).
Im Dashboard unter „Marktkapitalisierung“ mit Einordnung — Alphabet ~2,9 Bio. USD (Mega-Cap).
Kursziele für die Gewinnmitnahme: Am TP1 (erstes Ziel) wird ein Teil der Position verkauft (z. B. 1/3), der Rest läuft bis zum TP2 (zweites, höheres Ziel) weiter.
Stufenweises Vorgehen senkt das Risiko, zu früh komplett zu verkaufen. TP1 orientiert sich meist am Base-Case-Ziel (1–2 Jahre), TP2 am Bull-Case bei anhaltendem Trend. Zusammen mit dem Stop-Loss ergibt sich ein klar definiertes Chancen-Risiko-Profil.
Im Investment-Urteil unter „Exit / Stopps“ — SPCX: TP1 198 USD ≈ 171 EUR, TP2 351 USD ≈ 303 EUR · GOOGL: TP1 460 USD ≈ 397 EUR, TP2 620 USD ≈ 536 EUR.
Nach einem Börsengang (z. B. SpaceX im Juni 2026) dürfen Gründer, Frühinvestoren und Mitarbeiter ihre Aktien für eine Sperrfrist (typisch 180 Tage) nicht verkaufen. Der Ablauf (~März 2027) beendet dieses Verkaufsverbot.
Am Ablauf kommt zusätzliches Angebot auf den Markt — potenzieller Kursdruck, besonders wenn viele Anteile gesperrt waren und die Aktie stark gestiegen ist. Kein Automatismus für einen Absturz: Bei starker Nachfrage absorbiert der Markt die Verkäufe. Signale beobachten: SEC-Form-4-Meldungen (Insider-Verkäufe) und das freigegebene Volumen im Verhältnis zum Streubesitz; manche Firmen verkünden verlängerte Sperrfristen oder strukturierte Verkäufe.
SPCX-Risiko (Bear-Case): Lock-up-Ablauf ~März 2027 als mögliche Insider-Verkaufswelle — in der Watchlist-Analyse eingeplant.